Naturnahe Landwirtschaft im Herzen
des Muldentals

Ein Bauernhof mit 155 jähriger Familientradition

 

Der Bauernhof im Brühl 16 in Großbardau wird seit 155 Jahren und in der 6. Familiengeneration in Folge bewirtschaftet und umfasst heute Ackerbau, eine Mutterkuhherde sowie eine kleine Imkerei. 

Nach einem großen Feuer Anfang des 19.Jahrhunderts - dem die Höfe Brühl 16,18 und 20 zum Opfer fielen - kauften 1863 Ludwig und Frederike Gößner den Drei-Seit Hof „Brühl 16“ zur bäuerlichen Bewirtschaftung.

Im Laufe der Zeit hat sich der Hof immer weiter entwickelt. Gebäude wurden umgebaut oder erneuert und auch die landwirtschaftliche Bewirtschaftungsweise wurde stets überdacht und verbessert.

In den Jahren 1960 – 1990 kam die Entwicklung des Gutes zwangsweise zum erliegen. Das Ehepaar Bernd und Ingrid Nitsche ergriff - voller Mut und auch aus Idealismus heraus - direkt nach der Wende die Chance und nahm als Wiedereinrichter die Familientradition wieder auf.

Heute leben auf dem Drei-Seit Hof im Brühl 16 vier Generationen der Familie miteinander. Der Hof ist mittlerweile an die Tochter Claudia Timm geb. Nitsche übergeben worden und wird von Ihr mit Ihrem Ehemann, einem Angestellten und unterstützt von ihren Eltern bewirtschaftet.

Auch wenn die Landwirtschaft in den letzten 155 Jahren sehr viel Veränderung wie Technisierung und Effizienzsteigerung erfahren hat, so wurden die Familienwerte über die gesamte Zeit erhalten. Zu diesen Werten zählen unter Anderem die Verantwortung für das Gut und das von den Verpächtern und der Vorgängergeneration anvertraute Land, eine besondere Fürsorglichkeit für die Tiere und vor Allem ein offener, partnerschaftlicher und verlässlicher Umgang mit den verbundenen Menschen.

Es gilt immer alles bestmöglich zu bewahren und stets nachhaltig und werterhaltend zu wirtschaften.

Auch aus diesen Werten heraus wurde 2016 die Betriebsweise auf ökologischen Ackerbau umgestellt. Durch die aktive Förderung des biologischen Bodenlebens, schonende Bodenbearbeitung und eine vielfältigen Fruchtfolge, wird zur Steigerung der Bodenfurchtbarkeit beigetragen. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel reduziert die Belastung des Bodens und angrenzender Gewässer. Damit wird nebenbei auch dem Umweltschutz und der ökologischen Vielfalt in Großbardau gedient.